Gemeinden des LEADER-Projekts im Frankenwald:

Bioenergiegemeinden

Die Hauptanstrengung des Energievision Frankenwald e.V. im Zuge des aktuellen LEADER-Projektes liegt in der Umgestaltung mehrerer Gemeinden im Frankenwald zu Bioenergieorten.

Die fossile Preisentwicklung der letzten Jahre sowie die deutlich zunehmende Klimaveränderung mit entsprechenden Naturkatastrophen und Schadenssummen haben viele Menschen von der Notwendigkeit einer Energiewende überzeugt.

Der Frankenwald ist eine der waldreichsten Regionen Bayerns. Hier besteht eine lange Tradition in der Nutzung regenerativer, regional vorkommender Rohstoffe zur Energieerzeugung, angefangen bei der Nutzung von Holz als Brennstoff bis hin zur Nutzung der Wasserkraft.

Das Projekt "Bioenergieort" greift diese Tradition wieder auf und verbindet sie mit neusten Techniken zur Energieerzeugung und -verteilung. Ziel ist es, alle Dörfer mit genügend Biomasse in der eigenen Gemarkung energieautark in Bezug auf Wärme und Strom zu machen.

In den 41 Kommunen des Naturparks Frankenwald können sich mehrere Ortschaften auf diese Art vollständig mit heimeischen, nachwachsenden Rohstoffen versorgen. Dafür wird ausschließlich Biomasse aus land- und forstwirtschaftlichen Flächen der jeweiligen Dörfer genutzt. Allen anderen Ortschaften bleibt somit die Biomasse in ihrem Gebiet für eigene Projekte erhalten.

Im Rahmen des LEADER-Projektes "Bioenergiegemeinden im Frankenwald" werden 25 geeignete Orte aus dem Naturpark Frankenwald ausgewählt, vom Verein "Energievision Frankenwald" betreut und von der Planung  bis zur der Realisierung zum Bioenergiedorf unterstützt.

Ziel des Projektes ist es, in jeder Gemeinde im Naturpark Frankenwald mehrere Dörfer auf diese Art mit nachhaltiger Energie zu versorgen. Damit werden nicht nur ökologische Ziele verfolgt. Ein bedeutender wirtschaftlicher Effekt eines solchen Umstellungsprozesses ist die in der Region gebundene Wertschöpfung. Alle Ausgaben für Wärme und Strom, die bisher an internationale Energiekonzerne abfließen - und somit nicht mehr in der Region als Investitionsmittel zur Verfügung stehen - bleiben in der Region und sorgen für den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. In sozialer Hinsicht wird durch die Schaffung einer eigenständigen Energieversorgung mit “Dorfzentralheizung” und entsprechendem Verteilungsnetz die Dorfgemeinschaft durch einen gemeinsamen Planungsprozess nachhaltig gestärkt.

Biomasse gilt als solarer Rohstoff, sie besteht aus gespeicherter Sonnenenergie. Zuverlässige Techniken zur Umwandlung von Biomasse in Energie (Biogasanlagen, Holzheizwerke, Blockheizkraftwerke, usw.) stehen bereits zur Verfügung. Auch die Versorgung von Häusern mit Nahwärme ist vielfach erprobt und stellt eine der komfortabelsten Versorgungsformen mit Wärme für Heizzwecke und Warmwasser dar. Damit ist die solare Vollversorgung nicht erst 2050 sondern schon heute möglich.

Bei einer zeitnahen Umsetzung geht die Region einen großen Schritt hin zu Bayerns Modellregion in der solaren Energieversorgung.

Gehen Sie mit uns einen Schritt in die Energiezukunft.